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Flittarder Köpfe

W. SchornWilli Schorn

Wer in Flittard kannte ihn nicht? Seine Aktivitäten sind sprichwörtlich, verbunden mit einem lebensbejahendem Humor.  Dies war eine hervorstechende  Charaktereigenschaft. Nicht nur sein spitzbübisches Lächeln und Lachen wird allen in steter Erinnerung bleiben.

Willi kam im Juli 1931 zwar in Leverkusen-Wiesdorf  zur Welt, war aber zweifellos  ne waschechte “Flittarder Jung“. Er war ein stets freundlicher und aufgeschlossener Mitmensch. Dies zeigte sich bereits an der Tatsache, dass er sich in mehreren Vereinen engagierte. Seine Mitgliedschaft bei der Flittarder Sankt Sebastianus-Schützenbruderschaft  beispielsweise währte erstaunliche 68 Jahre. 1967 wurde er sogar zum 2. Vorsitzenden der Bruderschaft gewählt. Er gab dieses Amt nach 2 Jahren wieder auf, weil ihn seine Tätigkeiten im TV-Flittard mehr und mehr in Anspruch nahmen. Jedoch war er auch weiterhin als aktiver Schütze dabei. 1958 und 1967 errang er jeweils die Königswürde.

30 Jahre war Willi Schorn 1. Vorsitzender des TV-Flittard. Viele Jahre, viermal die Woche, widmete er sich dem Kinderturnen. Außerdem spielte  er aktiv Handball auf dem Großfeld. Manch Gegenspieler verzweifelte an ihm, da Willi, so klein er auch war, die schwierigsten Bälle als Torwart  hielt.

Unter seiner Ägide entstand der viele Jahre durchgeführte “Flittarder Deichlauf“, der schnell überregional bekannt wurde  und  auch bei prominenten Sportlern großen Anklang fand.

Die inzwischen etablierte Rheinuferreinigung ging auf seine Initiative von Turnverein aus. Sie wurde 1991 erstmals durchgeführt.

Beim Kölnmarathon erlangte der TV-Flittard mit Willi an der Spitze  besondere Aufmerksamkeit. Er betreute mit vielen Helferinnen und Helfern des TV die Athleten an der Erfrischungsstation unter dem „Colonius“ an der Inneren Kanalstraße mit einer solchen Hingabe und so viel Humor, dass  etliche Teilnehmer  noch nach Jahren davon schwärmten.

Auch die Vereinigung „Brav Junge 1948 e. V.“, deren Mitglied Willi viele Jahre war, profitierte von seiner Hilfsbereitschaft. Beim Schürreskarrerennen  war er als einer von mehreren Rennrichtern dabei.

10 Jahre, von 1988 bis 1998 arbeitete Willi ehrenamtlich im Besuchsdienst bei den sog. „Grünen Damen“ und zwar im St. Josefs-Krankenhaus in Leverkusen-Wiesdorf . Er betreute dort ältere Patienten und erledigte für sie Einkäufe und andere Besorgungen.

Als 1989 „1000 Jahre Flittard“ mit einem großen Dorffest auf dem Schützenplatz und einem Umzug durch den Ort gefeiert wurde, konnte Willi seine Fähigkeiten im Vorbereitungsteam einbringen.

Willi Schorn besaß diplomatisches Geschick. Dies zeigte sich, sofern es bei Schützenfesten schon einmal zu Streitigkeiten kam, die mit seiner Hilfe behoben werden konnten. Er wurde als Streitschlichter anerkannt.

Mit 56 Jahren schied Willi 1987 aus dem Berufsleben aus und begab sich nunmehr in den Vorruhestand. Einen großen Teil seiner Zeit widmete er  dann mehr und mehr seinen Enkeln und Urenkeln.

„Honig im Kopf, aber Sport im Herzen“. Unter diesem Motto hat Willi noch im Alter von 84 Jahren  in einem Sportrollstuhl mit Unterstützung einer Enkelin am Kölner Halbmarathon (von km 10 – km 24) teilgenommen.

Diese überaus positive Biografie wurde im Jahre 1994 gerundet: Willi bekam für seine Lebensleistung das  Bundesverdienstkreuz am Bande  überreicht.

Anfang 2014 übersiedelte Willi Schorn aus gesundheitlichen Gründen in das Johanniter-Stift Köln-Flittard. Am 28. Juni dieses Jahres zog er sich bei einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zu, von dem er sich leider nicht mehr erholte.  Im Kreise seiner Familie verschied mein Vater am 10. August 2018.

Werner Schorn

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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